header image
MTD-Austria arrow Entwicklung
Entwicklung der Berufsverbände und des Dachverbands Drucken E-Mail

Die Geschichte der Berufsverbände

1951

Die erste Berufsvertretung von Angehörigen medizinisch-technischer Dienste wurde am 21. Juni 1951 gegründet. Die offizielle Bezeichnung lautete: "Verband der diplomierten medizinisch-technischen, der Physiko-und der Diätassistenten Österreichs"

Der 1. Vorstand bestand aus Fr. Wimmer (MTA), Fr. Hanus (RTA), Fr. Gross (PTA) und Fr. Schönbauer (Diät). Sekretärin war Fr. Betzwarz, der die Gründung des Verbandes zu verdanken war.

In dieser ersten Fassung waren unter "medizinisch-technischen Assistenten" gemäß der Formulierung des Krankenpflegegesetzes auch die Röntgenassistenten zu verstehen. Der unmittelbare Anlass für die Gründung des Verbandes war die dringend anstehende Novellierung des Krankenpflegegesetzes von 1949. Nur der Zusammenschluss der Assistentinnen der Sparten Labor, Diät, Röntgen und Physikalische Medizin ermöglichte es am Krankenpflegegesetz 102/61 mitzuarbeiten.

Ursprünglich waren die medizinisch-technischen Dienste im Österreichischen Krankenpflegegesetz, gemeinsam mit dem Krankenpflegepersonal geregelt.

1961

Es kam zur Teilung des Verbandes. Die DiätassistentInnen und die PhysiotherapeutInnen gründeten eigene Berufsverbände. MTA's und RTA's blieben vorerst in einem Verband.

1969

In weiterer Folge gründeten auch die anderen gehobenen medizinisch-technischen Dienste eigene Berufsvertretungen. Darunter der Verband der Diplomierten ErgotherapeutInnen Österreichs.

1972

Die Trennung der Berufsgruppen der Medizinisch-Technischen AssistentInnen und Radiologisch-Technischen AssistentInnen erfolgte aus Gründen der Mitgliedschaft in den jeweiligen internationalen Verbänden.

1975

Gründung des Bundesverbandes der Diplomierten OrthoptistInnen Österreichs

1981

Gründung des Bundesverbandes der Diplomierten LogopädInnen

 

Die Geschichte des Dachverbandes

1984

Am 14. Jänner 1984 erfolgte der Zusammenschluss der sieben Berufsverbände in der konstituierenden Sitzung des Dachverbandes der gehobenen medizinisch - technischen Dienste im Hörsaal der MTA-Schule im Allgemeinen Krankenhaus. Während die einzelnen Verbände berufsspezifische berufspolitische Interessensvertretungen darstellen, war und ist die Aufgabe des Dachverbandes die Koordination aller MTD-Mitgliedsverbände in jenen Angelegenheiten, die die gemeinsame Anliegen der MTD-Berufe treffen. Dies betraf zunächst die notwendige Novellierung des die MTD-Berufe regelnden Gesetzes BGBl. 102/61.

1992

Am 1. Juli 1992 erhielten die 7 Berufsgruppen mit dem neuen "MTD-Gesetz" ein eigenes Bundesgesetz (BGBl Nr. 460/1992).

 

Meilensteine

Der Dachverband kann auf eine Reihe von berufspolitischen Initiativen zurückblicken:

1997

Organisation der Tagung "MTD und Recht" in Linz mit ca. 500 Teilnehmern

1998

die Herausgabe einer zusammenfassenden Broschüre zum Thema "MTD und Recht"

Seit 1998 Entwicklung eines Gesetzesentwurfes für die Einrichtung eines "MTD - Gremiums" als gesetzliche Interessensvertretung

Seit 1998 Beginn der Aktivitäten in Zusammenhang mit dem "Vorarlberger Ausbildungsdarlehen" (ORF - Konflikte Sendung, Entwicklung von Lösungsansätzen mit Hilfe der Volksanwaltschaft Vorarlberg)

Vertragsänderung der Ausbildungsverträge zugunsten der Studierenden

1999

Seit 1999 Vorbereitung der Novellierung des MTD - Gesetzes zur Aktualisierung des Rechtshintergrundes aufgrund der medizinischen und berufsspezifischen Entwicklung

2000

Seit 2000 Präsentationen im Rahmen von Veranstaltungen, z.B.: Radiodoktor im Wiener Rathaus; IKAL, Fachtagungen, etc.

Zahlreiche Stellungnahmen des Dachverbandes zu Fragen der EU sowie zu Gesetzesentwürfen wie zum Beispiel Novellierung des Ärzte-, Heilmasseur,- und MTF - Gesetzes

2001

Organisation der Tagung "Die Zukunft der MTD - Ausbildung"

Stellungnahme des Dachverbandes zum EU-Vertragsverletzungsverfahren vom 06.08.1999 (wegen der nicht EU-konformen Vorschreibung eines 3-jährigen Berufsnachweises für die Zulassung zur freiberuflichen Berufsausübung) und der am 21.06.2000 ausgeweiteten Beschwerde (nicht EU-konformes Verbot der freiberuflichen Berufsausübung für dipl. MTA, dipl. Othoptisten und dipl. RTA ), die dann am 21.02.2003 in ein Klagsverfahren gegen die Republik Österreich mündete, nachdem die eingebrachte österreichische Stellungnahme mit der von v.a. der Ärztekammer forcierten Ablehnung der Freiberuflichkeit keine sachliche Anerkennung in der EU fand.

Im Dezember 2001 Überreichung des MTD-Gesetzesentwurfes zur Errichtung eines MTD-Gremiums an das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen zur gemeinsamen Weiterentwicklung

2002

Im Juni 2002 Organisation der Veranstaltung "Gehobene MTD - Der gemeinsame Weg zur zukünftigen Ausbildung". Als Ergebnis dieser Veranstaltung wurde dem Dachverband folgender Auftrag erteilt: "Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung, lehrende und leitende VertreterInnen aus den 7 Sparten der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, VertreterInnen der Berufsverbände sowie StudentInnenvertreterInnen beauftragen den Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste die erforderlichen Schritte zu unternehmen, die Umstrukturierung bzw. Einbindung der derzeitigen MTD - Ausbildung in das tertiäre Bildungssystem über den Weg der Einrichtung von FH-Studiengängen in die Wege zu leiten."

2003

Im Juli Parlamentsbeschluß der Freiberuflichkeit für alle gehobenen medizinisch-technischen Dienste. Nunmehr ist es allen sieben MTD-Berufen möglich, ihren Beruf angestellt oder freiberuflich auszuüben.

Teilnahme des MTD-Dachverbandes an Reform- und Gesundheitsdialogen bezugnehmend auf die große Gesundheitsreform.

2004

In Krafttreten der Freiberuflichkeit für alle gehobenen medizinisch-technischen Dienste.

Im August ergeht der Auftrag der Bundesminsterin Rauch-Kallat für eine gesetzliche Interessensvertretung an die gehobenen medizinisch-technischen Dienste, wie auch PsychotherapeutInnen und klinische PsychologInnen.

2005

Seit 05. Juli 2005 besteht die gesetzliche Möglichkeit die Ausbildung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste in dreijährigen Fachhochschulstudiengängen, mit dem akademischen Abschluß "Bachelor of science" einzurichten. Damit sind die Voraussetzungen für die internationale Vergleichbarkeit der Ausbildungen, bzw. der Ausbildungssysteme gegeben.

Mit der gleichen Gesetzesnovellierung wurden die Berufsbezeichnungen aller MTD-Berufe geändert, wie folgt:

  • Biomedizinische AnalytikerInnen (vormals Diplomierte/-r Medizinisch-technische AnalytikerInnen/ MTA)
  • DiaetologInnen (vormals Diplomierte/-r DiätassistentInnen und ernährungsmedizinische BeraterInnen)
  • ErgotherapeutInnen (vormals Diplomierte/-r ErgotherapeutInnen)
  • LogopädInnen (vormals Diplomierte/-r LogopädInnen)
  • OrthoptistInnen (vormals Diplomierte/-r OrthoptistInnen)
  • PhysiotherapeutInnen (vormals Diplomierte/-r PhysiotherapeutInnen)
  • RadiologietechnologInnen (vormals Diplomierte/-r Radiologisch-technische AssistentInnen)

Mit Wirkung vom 16. Dezember 2005 tritt Biomed Austria, Bundesverband der Biomedizinischen AnalyterkerInnen, aus dem Dachverband aus.

2006

Im Jänner 2006 wird die Ausbildungsverordnung für die Fachhochschulstudiengänge veröffentlicht. Die Fachhochschulträger von Niederösterreich, der Steiermark und Salzburg stellen Anträge für MTD- Fachhochschulstudiengänge an den Fachhochschulrat.

2007

Seit 1.1.2007 ist Biomed Austria wieder Mitglied im Dachverband. Der Dachverband bekommt einen neuen Namen - MTD-Austria. Der Schulterschluss aller sieben Berufsverbände zeigt sich somit in neuem Logo und mit neuer Homepage.

Ab Herbst 2007 starten alle sieben Fachhochschulstudiengänge der MTD-Berufe am FH-Campus Wien.