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Delegiertenversammlung 2009 Drucken E-Mail

MTD AUSTRIA AKTIV FÜR SIE

Die diesjährige Delegiertenversammlung von MTD-Austria hat am 18. April 2009 zum wiederholten Male im Haus der Musik stattgefunden. Die Delegierten der einzelnen Berufsverbände zeigten sich beeindruckt von den zahlreichen Aktivitäten, die MTD Austria im abgelaufenen Geschäftsjahr bewältigen konnte.

 

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Die Delegiertenversammlung ist gewissermaßen die „Generalversammlung" von MTD Austria und bringt einen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Jeder Verband entsendet seine Delegierten, die nach einem definierten Schlüssel erfolgt. So kann jeder Verband pro 100 Mitglieder eine/n Delegierten/ Delegierte entsenden, die mit Stimmrechten ausgestattet sind. Auch heuer haben die Delegierten der Einladung von MTD-Austria recht zahlreich Folge geleistet, um die dicht gedrängte Tagesordnung aufmerksam zu verfolgen.

 

Zahlreiche Aktivitäten für die Berufsangehörigen

Die Präsidentin von MTD Austria, Mag. Gabriele Jaksch, begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich für das Vertrauen, welches von den Verbänden entgegengebracht wurde und die Grundlage für die tägliche Arbeit von MTD Austria darstellt.

Anschließend präsentierte die Präsidentin den umfangreichen Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2008/2009 von MTD Austria. So wurden in diesem Geschäftsjahr mehr als 100 Termine (Sitzungen, Besprechungen, Teilnahme an Kongressen und Veranstaltungen) vom Präsidium wahrgenommen. Exemplarisch dazu wurde über die wichtigsten Veranstaltungen näher berichtet, wie beispielsweise über die Sitzungen der neu gegründete Bildungsgruppe von MTD-Austria, die schwerpunktmäßig am Nationalen Qualifikationsrahmen, der englischen Fassung zur MTD-Ausbildungsverordnung und der Harmonisierung von MTD-Fort- und Weiterbildungen arbeitete. Zahlreiche Termine fanden im Bundesministerium für Gesundheit statt, wo u.a. über die Themen Registrierung, ELGA, Qualitätssicherung und Ausbildung gesprochen werden konnte. Im September fand die erste Pressekonferenz von MTD-Austria unter dem Motto „Patiententäuschung und Unterversorgung" statt, wo erstmals MTD-Austria sich der Öffentlichkeit und der Presse stellte und u.a. das heikle Thema der Berufsübergriffe gegenüber der Presse thematisierte. 

Inhalte, die im Jahr 2008/2009 von MTD-bearbeitet wurden:

  • Präsentation und Veröffentlichung des ersten österreichischen MTD-Berichts
  • Pressekonferenz von MTD-Austria
  • Registrierung der Berufsberechtigten
  • Kommunikationskonzept für MTD-Austria
  • Bildungsgruppe
  • Regionsvertreter
  • Repräsentanz von MTD-Austria bei div. Kongressen und Veranstaltungen

Mit großer Freude konnte Frau Präsidentin Jaksch die neue Finanzreferentin von MTD-Austria, Frau Bettina Maierhofer, Logopädin, den Delegierten vorstellen. Damit ist der geschäftsführende Vorstand von MTD-Austria wiederum personell komplett ausgestattet, um sich den vielfältigen Aufgaben mit vollem Einsatz widmen zu können.

 

Was bringt das neue Geschäftsjahr?

Darüber hinaus sind die Inhalte, die auch im nächsten Jahr von MTD-Austria weiterhin bearbeitet werden, dargestellt worden. So wird sich MTD-Austria im nächsten Geschäftsjahr u.a. diesen Themen widmen:

  • Bedeutung und Notwendigkeit der verstärkten Zusammenarbeit aller Berufsverbände auf regionaler und lokaler (Bundesländer-) Ebene - samt dem Aufbau von LandessprecherInnen in den einzelnen Bundesländern für eine verstärkte Vernetzung der (Bundes-) Länder mit MTD-Austria,
  • Registrierung der Berufsberechtigten,
  • Aufbau einer einheitlichen Kommunikationsstruktur für MTD-Austria,
  • Fortsetzung der Harmonisierung der Fort- und Weiterbildungen für die sieben medizinisch-technischen Berufe, verbunden mit dem Einsatz für die inhaltliche Begleitung in der Entwicklung von Masterstudiengängen.

Mit dem neu ausverhandelten Regierungsprogramm  im Spätherbst 2008 haben sich für den Bereich der Beschäftigten im Gesundheitswesen doch deutliche Änderungen ergeben, vor allem im Hinblick auf die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen. Dabei ist bekanntlich die Registrierung der Berufsberechtigungen sowie der absolvierten Fortbildungen und die Ausstellung von Berufsausweisen  den bestehenden überbetrieblichen Interessensvertretungen als Aufgabenstellung zugewiesen worden.

 

Fokus Registrierung von Gesundheitsberufen

MTD-Austria hat diese politische Erklärung zum Anlass genommen, das Thema der Registrierung der Gesundheitsberufe, die mit der Absolvierung von Fortbildungen und der Ausstellung von Berufsausweisen zweifelsfrei verknüpft ist, im Jahr 2008 / 2009 weiterhin intensiv zu bearbeiten. Nur so kann der wesentliche Wettbewerbsvorteil von MTD-Austria gegenüber allfällig anderen politisch in Betracht zu ziehenden Organisationen zur Listenführung genützt werden.

Aufgrund dieser politischen Rahmenbedingungen ist das Thema Registrierung samt den Ausführungen und Erklärungen durch Frau Mag. Regina Aistleithner heuer mit besonderer Aufmerksamkeit von den Delegierten verfolgt worden. Frau Mag. Aistleithner ist schon seit vielen Jahren in beratender Funktion bei MTD-Austria tätig und nun auch maßgeblich im Projektteam Registrierung beschäftigt.

Registrierung der Berufsberechtigungen für die Zukunft bedeutet, dass die Erfassung aller zur Berufsausübung in Österreich berechtigten MTD in einer Liste erfolgt. Diese Liste ist ein Verzeichnis der berufsberechtigten MTD und enthält einerseits Daten, die nur die listen- bzw. registerführende Stelle hat und anderseits Daten, die für jedermann zugänglich sein werden. Sobald die erforderliche Änderung des MTD-Gesetzes nach Beschluss des Nationalrates in Kraft getreten ist (geplant bis längstens Juni 2013), wird die Registrierung der berufsberechtigten MTD verpflichtend sein.

In ihrem Vortrag betonte Mag. Aistleithner auch die Vorteile der Registrierung für die medizinisch-technischen Dienste; unter anderem

  • durch die öffentlich einsehbare Liste ist jeder berufsberechtigte MTD für jedermann sofort als hochqualifizierter Gesundheitsberuf erkennbar,
  • nichtqualifizierte Personen und Nichtberechtigte sind ebenfalls sofort identifizierbar
  • eine sichtbare Publizitätswirkung und Öffentlichkeit
  • ein höherer Status bei Dienstgebern und
  • ein Service für PatientInnen, Kunden und Krankenhäuser durch deren leichte Erkennbarkeit als hochqualifizierter Gesundheitsberuf.

Die Registrierung muss schon deshalb ein Anliegen aller MTD sein, da die verstärkte Professionalisierung jedes Berufes zur Registrierung führt und nur registrierte Gesundheitsberufe sich  langfristig national und international weiterentwickeln. Dieser Mehrwert ist verbunden mit einer verstärkten öffentlichen Wahrnehmung der Interessenvertretung der MTD-Berufe, verleiht größeres politisches Gewicht und ermöglicht eine unmittelbare Mitsprache in allen Fragen der Berufszulassung. Aus diesen Gründen ist es sehr sinnvoll, dass die Registrierung durch eine MTD-nahe Organisation wie MTD-Austria erfolgt.

Die Pause ist von den einzelnen Delegierten intensiv genützt worden, um Ideen und Gedanken auszutauschen, einander besser kennen zu lernen und in eine Diskussion mit den anderen BerufskollegInnen einzusteigen.

Das Thema PR und Kommunikation hat einen weiteren Schwerpunkt bei der diesjährigen Delegiertenversammlung dargestellt. Die Vorsitzende des Verbands der Diaetologen Österreichs und Kommunikationsexpertin für MTD-Austria Andrea Hofbauer, MSc. unterstrich in ihrem Referat den Umstand, dass der Gesundheitsmarkt stark umkämpft ist und die Informationsflut ständig zunimmt. Dies verlangt geradezu eine klare und eindeutige Positionierung aller MTD. Das Ziel für MTD-Austria ist, ein einheitliches, positives Erscheinungsbild gegenüber den Mitgliedern und externen Stakeholdern zu erreichen. Die Tatsache - MTD sind die Experten für Diagnostik und Therapie - muss mit Hilfe kontinuierlicher Kommunikationsmaßnahmen klar dargestellt werden.

Nach der Darstellung des Kassaberichtes für das Jahr 2008 und dem Bericht zur ordnungsgemäßen Mittelverwendung durch Herrn Mag. Stefan Szauer, einen der beiden verantwortlichen Rechnungsprüfer von MTD-Austria, ist die Entlastung des Vorstandes von MTD-Austria durch die Delegierten einstimmig erteilt worden.

Zum Abschluss bedankten sich der Vorstand und das Präsidium bei allen Delegierten recht herzlich und sprachen ihre Gewissheit aus, gemeinsam die relevanten Partner in Politik und Wirtschaft von den vielfältigen Anliegen der MTD-Berufe zu überzeugen und selbstbewusst die Aufgaben der Zukunft zu gestalten.

 
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