Informationstour 2007
"Heute wirken, um morgen wirksam zu sein."
MTD-Austria, der Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs, hat heuer zum ersten Mal eine Informations-Tour durch Österreich gemacht. Begonnen wurde mit dem westlichsten Bundesland, am 1. Oktober in Feldkirch, und beendet wurde die Rundreise am 5. November in Wien.
Informationstour 2007
In allen neun Bundesländern hat es je einen Informationsabend gegeben. Im Rahmen der Tour wurden vor den jeweiligen Veranstaltungen auch Gespräche mit Vertretern von Landesregierungen oder Landesgesundheitsfonds der Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland geführt. Die Informationsveranstaltungen wurden Berufsgruppen übergreifend organisiert. Alle sieben Berufsverbände haben im September ihre Mitglieder über die Termine informiert. Die Veranstaltungen waren durchschnittlich gut besucht. Gesamt waren ca. 500 Personen an den Terminen anwesend. Die Besucherzahl schwankte von der geringsten Teilnehmerzahl mit 25 Teilnehmern bis hin zur größten Veranstaltung in Linz mit etwa 140 Teilnehmern. Für spezifische Fragen zu den jeweiligen Berufsgruppen standen auch die Vertreter der Berufsverbände zur Verfügung.
Ein Informationsabend hat zwei bis drei Stunden gedauert. Durch die Veranstaltungen führte die Präsidentin von MTD-Austria, Mag. Gabriele Jaksch. In Ihrer Präsentation hat sie allgemeines zu MTD-Austria, die Personen des Präsidiums und die Geschäftsführung vorgestellt, die Tätigkeitsschwerpunkte des laufenden Jahres präsentiert, sowie die Vision, das Leitbild, Ziele und Maßnahmen von MTD-Austria dargestellt. Die Organisation von MTD-Austria aktuell und nach in Kraft treten der neuen Statuten, grundsätzliches zum Gesetzwerdungsprozess und zu den Gesetzesbegutachtungen wurden vom Geschäftsführer, Dr. Anton Dunzendorfer, präsentiert. Ergänzt wurden die Ausführungen durch einen Vortrag zum Thema Registrierung von Dr. Wilhelm Frank, Gesundheitssystemexperte und Konsulent von MTD-Austria.
Bei den anschließenden angeregt geführten Diskussionen wurden die unterschiedlichsten Themen angesprochen. Ein Schwerpunkt waren Fragen zur Registrierung. Hier wurde noch einmal der Grund für die Durchführung erläutert. Ebenso wurde auf die Freiwilligkeit der Dateneinholung durch die Berufsverbände hingewiesen. Die Registrierung ist eines der wesentlichen Instrumente, um die Qualitätssicherung der Leistungserbringung an den Patienten zu gewährleisten und für diese auch in Zukunft eine optimale Betreuung sicher zu stellen. Besonderes Augenmerk wird auf die Datenschutzbestimmungen gelegt. Alle Personen die das Registrierungsformular noch nicht an den Berufsverband geschickt haben sind noch gerne eingeladen dies zu tun. Dadurch wird die Arbeit von MTD-Austria und den Berufsverbänden auch bei der Argumentation gegenüber politischen Entscheidungsträgern unterstützt. Ein weiteres Diskussionsthema war das verstärkte Auftreten von diversen neuen Berufen am Gesundheitsmarkt. Diese Berufe exponieren sich meist durch forsches Marketing und daher ist eine Unterscheidung und Abgrenzung dieser Berufe zu gesetzlich verankerten Gesundheitsberufen, denen alle sieben MTD-Berufe angehören, durch den Patienten nur mehr schwer möglich. Dies wird eine der zukünftigen Herausforderungen für die Berufspolitik von MTD-Austria und den Berufsverbänden, sowie der Gesundheitssystem-Entwicklung im Allgemeinen, sein. Ebenso bei den Diskussionen angesprochen wurde die Ausbildung der MTD-Berufe mit ihrem Umstieg von Akademien auf Fachhochschulen. Bei dieser Entwicklung gibt es starke Unterschiede zwischen den Bundesländern. Hier werden die jeweiligen Einflüsse durch die Länderpolitik bemerkbar. Der Titel für die zukünftigen AbsolventInnen der Fachhochschulen wurde ebenso diskutiert wie die bestehende Möglichkeit der Weiterbildung vom Master bis hin zum Doktorat.
Weitere Themen waren die Notwendigkeit und Schwierigkeit, Mitglieder für aktive Mitarbeit und Übernahme einer Funktion in den Berufsverbänden zu gewinnen, sowie der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung der Berufsverbände untereinander in den jeweiligen Bundesländern.
Nach der Verlosung eines A1 Handys unter den Besuchern, wurden beim abschließenden Buffet noch viele Themen diskutiert, Kontakte geknüpft und erste Gespräche zur besseren Vernetzung der MTD-Berufe geführt.
MTD-Austria bedankt sich bei den Berufsverbänden sehr für die gute Zusammenarbeit, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, die vielen Mitglieder der MTD-Berufsverbände über die Veranstaltungen zu informieren, sowie bei all jenen Personen, die Ansprechpartner für die Organisation vor Ort waren und somit wesentlich für das gute Gelingen beigetragen haben.
