Ein Blick zurück

Die Geschichte und Entwicklung der MTD-Berufsverbände

2023

Am 16.10.2023 fand die einstimmige Wiederwahl des geschäftsführenden Vorstandes von MTD-Austria statt. Frau Mag.a Gabriele Jaksch und Frau Petra Toifl nehmen für weitere drei Jahre die kommenden Herausforderungen im Gesundheitsweisen gerne als Präsidentin und Finanzreferentin an. Nach mehr als 30 Jahren des Wartens fordert MTD-Austria eine Aktualisierung des MTD-Gesetzes, welches den aktuellen Anforderungen und Realitäten der medizinisch-technischen Dienste gerecht wird. Beim MTD-Forum am 17. November 2023 in der Siemens City Wien wurde ein gemeinsames Forderungspapier an die anwesenden politischen Vertreter:innen überreicht. Die Kernforderungen dienen der Sicherstellung der Patient:innenversorgung und helfen im Kampf gegen den Personalmangel im Gesundheitswesen. 

Die vierte und fünfte online MTD-Landeskonferenz (Mai und September 2023) fanden zu den Themen Verlängerung der Berufsberechtigung und Gesetzwerdungsprozess statt. 

Ein mehrteiliger Stakeholderprozess (im Auftrag des Bundesministeriums durch die GÖG koordiniert) bindet unglaublich viele Ressourcen von vielen Funktionär:innen der MTD-Berufe. MTD-Austria Präsidentin Jaksch ist bei sämtlichen Gesprächen aller sieben Berufe immer mit dabei. MTD-Austria führt abgesehen von den Terminen des Ministeriums unzählige Gespräche mit Politiker:innen von Landes- und Bundesebene, Vertreter:innen verschiedenster Gesundheitsberufe, Patient:innenvertretungen etc.

Großes Engagement der MTD-Berufe zum Thema Klimakrise zeigte sich in einer Pressekonferenz und darauffolgender Übergabe eines offenen Briefes an Herrn BM Rauch und Frau BMin Gewessler.

2022

Unter dem Motto „30 Jahre MTD-Gesetz? – Ein Wendepunkt?“ fand am 11. November 2022 das 11. MTD-Forum in der Siemens City Wien statt. Die Botschaften der Teilnehmer:innen sind eindeutig!

Bundesminister Johannes Rauch und die Gesundheitssprecher:innen aller Parlamentsparteien waren sich einig, dass es rasch eine Novelle des MTD-Gesetzes geben muss.

MTD-Austria und die Berufsverbände fordern vehement die Nutzung des Potenzials der MTD-Berufe für den Eltern-Kind-Pass. Die MTD-Berufe stehen für die Expertise und Kompetenz in Screening und Diagnostik von Entwicklungsstörungen und -verzögerungen von Kindern sowie in der Gesundheitsförderung und Beratung der Eltern in Bezug auf die Gesundheitskompetenz und gesundes Aufwachsen.

Die dritte online MTD-Landeskonferenz fand am 27.09.2022 statt. Es gab eine Funktionärsschulung zum Thema „RECHT praktisch“. 

Primärversorgung soll einen wesentlichen Part in der Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung einnehmen. Der Austausch mit dem Ministerium fand regelmäßig statt, v.a. um die Kompetenzen und Fähigkeiten der sieben MTD-Berufe besser legistisch abzubilden. Sprich die Inhalte der Novellierung des Primärversorgungsgesetzes werden durch die MTD-Berufe beeinflusst. MTD-Berufen ist es ab jetzt möglich Gesellschafter:innen einer Primärversorgungseinheit zu sein. 

2021

Seit März 2021 ist erstmals in der Geschichte von MTD-Austria eine Präsidentin Mitglied im OSR (Oberster Sanitätsrat). Nach langjährigen Gesprächen übernimmt Frau Mag.Gabriele Jaksch die ehrenvolle Aufgabe im höchsten Beratungsgremium für die Politik.

Unter dem Motto „Fatal digital? – MTD-Berufe am Puls der Zeit“ fand das online MTD-Forum, am
19.11.2021, mit den Themenschwerpunkten Digitalisierung im Gesundheitswesen und Long-Covid
statt. Im Rahmen des online MTD-Forums wurden zum achten Mal MTD-Innovationspreise verliehen. Die Spitze der Politik betonte, dass in und während der Pandemie die Gesundheitsleistungen der MTD-Berufsangehörigen zu wenig gewürdigt wurden. Der vierte Tiroler MTD-Tag fand am 16.10.2021 unter dem Titel „Kindliche Entwicklungsauffälligkeiten interdisziplinär“ ebenfalls online statt.

Seit 2021 gibt es eine neue Form der Vernetzung in der Form von online MTD-Landeskonferenzen, welche planmäßig bis zu zweimal jährlich stattfinden. Das Zusammentreffen, die Vernetzung, der Austausch, das gemeinsame Lernen miteinander und voneinander sowie eine Funktionärsschulung sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Berufsgruppen als wesentliche Player im Gesundheitswesen wahrgenommen werden.

Das Großprojekt MTD-Novelle gilt seit dem vierten Quartal 2021 als Hauptprojekt von MTD-Austria. Es werden laufend Vorbereitungen für ein neues, modernes MTD-Gesetz getroffen.

2020

Das Jahr war geprägt durch die Covid-19-Pandemie. Alle Gesundheitsberufe und Interessensvertretungen (u.a. MTD-Austria und die sieben MTD-Berufsverbände) waren extrem gefordert, alles in möglichst gute Bahnen zu lenken. Es wurden unzählige Telefonate und Online-Meetings über Strategien, Maßnahmen etc. geführt. Somit ist vieles gemeinsam gelungen: vom Härtefond, über Handlungsempfehlungen, bis hin zur finanziell abgegoltenen Teletherapie, sowie der Verteilung der Schutzkleidung uvm. Manche Themen waren nur für einen MTD-Beruf relevant, andere wiederum für alle Berufsgruppen mit vorwiegend freiberuflich Tätigen, und andere Inhalte wieder für alle MTD-Berufe gemeinsam. Somit war und ist die Abstimmung in dieser schnelllebigen Zeit eine eigene Herausforderung. Viele Strategien der Koordination und Zusammenarbeit der MTD-Berufsverbände und MTD-Austria müssen und mussten sich wöchentlich anpassen. Sehen Sie sich dazu auch bitte den Film als Dankeschön DANKE allen Berufsangehörigen der gehobenen medizinisch-technischen Berufe! (youtube.com) an.

2019

Zum dritten Mal veranstalteten die sieben gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) im Oktober 2019 in Innsbruck einen gemeinsamen fachlichen Event zum Thema MTD in der Geriatrie. Wo/Wie werden die einzelnen MTD tätig?
Das 9. MTD-Forum fand am Freitag, den 22.11.2019 in der Siemens City statt und widmete sich dem Thema „MTD in der Primärversorgung, Innovative Konzepte multiprofessioneller Zusammenarbeit“. Österreich geht neue Wege in der Gesundheitsversorgung – und MTD gehen mit! Die zehn Gesundheitsziele (GZ) bezwecken die systematische Verbesserung der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung. MTD-Berufsangehörige im Sinne von MTD-Austria und den Berufsverbänden arbeiten seit Beginn des Prozesses aktiv an den GZ mit hohem Engagement mit. Expertengruppen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) befassen sich seit vielen Jahren mit Fragestellungen zur Gesundheitsplanung, insbesondere im Rahmen der Arbeiten zum Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG). Durch stätiges Lobbying wurden nun erstmals MTD-Austria und die sieben MTD-Berufsverbände zur Mitarbeit eingeladen. Mag.a Gabriele Jaksch ist seit Jahren Vorstandsmitglied der Plattform Patientensicherheit. Anlässlich der Jubiläumstagung im Rahmen „10 Jahre Plattform Patientensicherheit“ wurde ein sehr aussagekräftigen Bericht anlässlich des Jubiläums präsentiert. Präsidentin Jaksch hat nicht nur ein Vorwort mitverfasst, sondern auch das CPD als Patientensicherheitstool (siehe 5.7 des Berichtes) in Spiel gebracht.

2018

Die amtierende Präsidentin, Mag.a Gabriele Jaksch (Physiotherapeutin) und die amtierende Finanzreferentin, Petra Toifl (Radiologietechnologin) wurden für eine weitere Amtsperiode (Dezember 2017 bis November 2020) bestätigt. Die sieben gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) veranstalteten zum zweiten Mal im Oktober 2018 in Innsbruck einen gemeinsamen fachlichen Event zum Thema „Die ersten 1.000 Tage“. Das 8. MTD-Forum fand am 16.11.2018 im großen Saal des Albert Schweitzer Hauses statt und widmete sich dem Thema „MTD [Kom-pe-tenz]: Was wir können, wissen und entwickeln“. Die Zukunft verlangt die enge Zusammenarbeit vieler verschiedener Fachleute im Gesundheitswesen mit den mannigfachsten funktionsbezogenen Kompetenzen und verschiedenen Graden an Expertise. Die ARGE Bildung und Forschung arbeitete 2017/18 vor allem an der Aktualisierung und Anpassung der CPD-Richtlinie an die gesetzlichen Änderungen. Um den gesetzlichen Vorgaben (60 Fortbildungsstunden in 5 Jahren) und den erweiterten Qualitätsansprüchen (der Verbände und Sozialversicherungsträger) zu entsprechen, wurde das bestehende CPD-Fortbildungszertifikat adaptiert. Der gesetzlichen Mindestanforderung für Fort- und Weiterbildungen entspricht nun das CPD-Zertifikat (80 CPD-Punkte in 5 Jahren); dem von MTD Austria empfohlenen Qualitätsstandards das CPD-Zertifikat PLUS (GOLD; 160 CPD Punkte in 5 Jahren). MTD-Berufsregister/GBRG von 1. Juli 2018 bis spätestens 30. Juni 2019 mussten sich zehn Gesundheitsberufe in ein Register eintragen. Es sind dies alle Angehörigen der sieben MTD Berufe, die diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, die PflegeassistentInnen und die PflegefachassistentInnen. MTD-Austria und die sieben Berufsverbände standen den MTD-KollegInnen mit Rat und Tat zur Seite.

2017

Die bereits seit Jahren etablierte ARGE Bildung und Forschung arbeitete 2016/17 an der Anpassung und Aktualisierung der CPD-Richtlinie nach deren Evaluierung. Seit Jänner 2017 steht die aktualisierte Form allen MTD-Angehörigen zur Verfügung. Im März 2017 erfolgt die erste Novelle des GBRG. MTD-Austria hat sich als Dachverband zusammen mit den sieben MTD-Berufsverbänden mit allen verfügbaren Mitteln dafür eingesetzt, die diversen Änderungen so positiv wie möglich im Sinne der MTD-Berufsangehörigen zu beeinflussen. Die Landesgruppe Tirol veranstaltete am 07. Oktober den ersten „Tiroler MTD-Tag“ zum Themenschwerpunkt „Schlaganfall interdisziplinär“. Das 7. MTD-Forum fand am 17.11.2017 im großen Saal des Albert Schweitzer Hauses (Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien) statt und widmete sich dem Thema „MTD 4.0 - Profile der Zukunft!“ und beleuchtet das vielfältige Kompetenzspektrum und die unverzichtbare Rolle der gehobenen MTD-Berufe für ein funktionierendes Gesundheitswesen. Die Fülle der Themen, der Aktivitäten, der Termine uvm. machen es notwendig, die Struktur einer Organisation auf ihre Effizienz und ihre Effektivität zu prüfen. 2016 startete der Organisationsentwicklungsprozess, welcher 2017 finalisiert wurde. Lobbying macht sich bezahlt: Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat eigens einen MTD-Fachbeirat für Angelegenheiten der MTD eingerichtet. Jede MTD-Sparte wird von einer/einem fachlich und wissenschaftlich geeigneten MTD-Berufsangehörigen vertreten.

2016

Wesentliches Teilprojekt der in Umsetzung befindlichen Gesundheitsreform ist die Initiative auf die Optimierung und Modernisierung der Primärversorgung der österreichischen Bevölkerung. Die Weiterbearbeitung dieses Themas erfolgt durch viele kleine Sondierungs- und Arbeitsgespräche v.a. auf Länderebene, da die Umsetzung dieser Thematik Ländersache ist. Die MTD-Landesgruppen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol sind aktiv an unterschiedlichsten Projekten.
Laut GBRG 2016 wird ab 2018 die Registrierung an zwei vom BMGF dafür vorgesehenen Stellen möglich sein: der Gesundheit Österreich GmbH (v.a. für freiberuflich Tätige MTD) und der Arbeiterkammer (für angestellte MTD). Auch dazu werden immer Gespräche geführt. Eine Novellierung steht bevor.

 

2015

Das Jahr steht ganz im Zeichen des Tauziehens um eine konstruktive Lösung für die MTD-Berufsliste. Die freiwillige online-Registrierung erfreut sich großer Beliebtheit und wird hinsichtlich der hohen technischen Umsetzungsqualität von fachkundigen Stellen externer Institutionen lobend hervorgehoben.
Eine Kooperation zwischen MTD-Austria und den Sozialpartnern bahnt sich an - AK und ÖGB suchen die Zusammenarbeit mit dem Dachverband in Sachen Interessens- und Personalvertretung.
Der Ausbau der MTD-Landesgruppenstrukturen schreitet zügig voran. Außer in Vorarlberg und Burgenland sind inzwischen in allen Bundesländern MTD-Landesgruppen etabliert, die die Interessen aller  MTD-Berufe auf Landesebene vertreten und mit der Bundesebene eng vernetzt sind.

2014

Die MTD-Berufsliste geht online. Ab März können sich Berufsangehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste freiwillig und auf bequemem und unbürokratischem Weg registrieren lassen.
MTD-Austria bekommt Sitz in der Landesgesundheitsplattform NÖ.
MTD-Austria ist ständiges Mitglied im Primary-Health-Care-Board des Gesundheitsministeriums.

2013

Das Tauziehen um die Registrierung erlebt seinen vorläufigen Höhepunkt – ein Gesetz, dass die ausdrücklichen Bedenken der MTD-Berufe ignoriert, wird gegen massive Proteste auf den Weg gebracht, mit Hilfe der Bundesländer Salzburg und Niederösterreich jedoch rechtzeitig gestoppt.
MTD-Austria wird Mitglied im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation (ÖGNR).
Überarbeitete Neuauflage der MTD-Berufsbildbroschüre.
Ab 2013 erscheinen sog. Jahresarbeitsberichte betreffend die Aktivitäten des Dachverbands als umfassende Informationsgrundlage für die Delegierten zur MTD-Generalversammlung.

2012

Verleihung von höchsten Orden (Bundesverdienstkreuzen verschiedener Klassen) durch den Bundesminister für Gesundheit. Geehrt werden sieben, sich besonders um den MTD-Beruf oder den Berufsverband verdient gemachte Vertreterinnen aller MTD-Berufe.
MTD-Austria wird Mitglied im Vorstand der Plattform Patientensicherheit.

2011

Entwicklung des sog. MTD-CPD-Zertifikats – eine erste konkrete Richtlinie zur im MTD-Gesetz sehr vage festgeschriebenen, regelmäßigen Fortbildungsverpflichtung entsteht.
Gründung eines MTD-Finanzausschusses als beratendes Gremium für Budgetfragen des Dachverbandes.
MTD-Austria bekommt Sitz in der Landesgesundheitsplattform OÖ.
MTD-Austria wird Mitglied im Planungsgremium der Rahmen-Gesundheitszieledes Bundesministeriums für Gesundheit.

2010

Die Umstellung auf FH-Ausbildungen ist österreichweit abgeschlossen.
Das erste MTD-Forum findet statt (seit 2010 jährlich 9m Herbstv als Fixpunkt im österreichischen Gesundheitsewesen etabliert).
Inhaltliche Überarbeitung der MTD-Homepage.
Gründung der Gesundheitsberufekonferenz in der zunächst MTD-Austria, später alle sieben MTD-Berufsverbände und weitere 14 gesetzlich geregelte Berufe vertreten sind.

2009

Beginn der systematischen Etablierung von Länder- und RegionsvertreterInnen von MTD-Austria. Gespräche auf höchster politischer Ebene (z.B. Mai 2009: Bundesminister Alois Stöger, diplomè) hinsichtlich Registrierung laufen an und werden intensiv gepflegt.

2008

Gründung und Etablierung der Bildungsgruppe von MTD-Austria 15. September 2008: 1. Pressekonferenz von MTD-Austria (Präsentation des ersten MTD-Berichtes) 

2007

Seit 1. Jänner 2007 ist Biomed Austria neuerlich Mitglied im Dachverband.

Der Dachverband bekommt einen neuen Namen: MTD-Austria. Der Schulterschluss aller sieben Berufsverbände zeigt sich somit in neuem Logo und mit neuer Homepage.

Ab Herbst 2007 starten alle sieben Fachhochschulstudiengänge der MTD-Berufe am FH-Campus Wien, sowie (mit Ausnahme der Orthoptisten) an der FHG Tirol.

Extensive Vorarbeiten für eine Registrierung aller MTD-Berufsangehörigen im Verbund mit den sieben Berufsverbänden starten.

2006

Im Jänner 2006 wird die Ausbildungsverordnung für die Fachhochschulstudiengänge veröffentlicht. Die Fachhochschulträger von Niederösterreich, der Steiermark und Salzburg stellen Anträge für MTD- Fachhochschulstudiengänge an den Fachhochschulrat.

2005

Seit 5. Juli 2005 besteht die gesetzliche Möglichkeit die Ausbildung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste in dreijährigen Fachhochschulstudiengängen, mit dem akademischen Abschluss "Bachelor of Science" einzurichten. Damit sind die Voraussetzungen für die internationale Vergleichbarkeit der Ausbildungen, bzw. der Ausbildungssysteme gegeben.

Mit der gleichen Gesetzesnovellierung wurden die Berufsbezeichnungen aller MTD-Berufe geändert, wie folgt:

  • Biomedizinische AnalytikerInnen (vormals Diplomierte/-r Medizinisch-technische AnalytikerInnen/ MTA)
  • DiaetologInnen (vormals Diplomierte/-r DiätassistentInnen und ernährungsmedizinische BeraterInnen)
  • ErgotherapeutInnen (vormals Diplomierte/-r ErgotherapeutInnen)
  • LogopädInnen (vormals
  • Diplomierte/-r LogopädInnen)
  • OrthoptistInnen (vormals Diplomierte/-r OrthoptistInnen)
  • PhysiotherapeutInnen (vormals Diplomierte/-r PhysiotherapeutInnen)
  • RadiologietechnologInnen (vormals Diplomierte/-r Radiologisch-technische AssistentInnen)

Mit Wirkung vom 16. Dezember 2005 tritt Biomed Austria, Bundesverband der Biomedizinischen AnalyterkerInnen, aus dem Dachverband aus.

2004

Die Freiberuflichkeit für alle gehobenen medizinisch-technischen Dienste tritt in Kraft.

Im August ergeht der Auftrag der Bundesministerin Maria Rauch-Kallat für eine gesetzliche Interessensvertretung an die gehobenen medizinisch-technischen Dienste, wie auch PsychotherapeutInnen und klinische PsychologInnen.

2003

Parlamentsbeschluss der Freiberuflichkeit für alle gehobenen medizinisch-technischen Dienste. Nunmehr ist es allen sieben MTD-Berufen möglich, ihren Beruf angestellt oder freiberuflich auszuüben.

Teilnahme des MTD-Dachverbandes an Reform- und Gesundheitsdialogen bezugnehmend auf die große Gesundheitsreform.

2002

Organisation der Veranstaltung "Gehobene MTD - Der gemeinsame Weg zur zukünftigen Ausbildung". Als Ergebnis dieser Veranstaltung wurde dem Dachverband folgender Auftrag erteilt: "Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung, lehrende und leitende VertreterInnen aus den sieben Sparten der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, VertreterInnen der Berufsverbände sowie StudentInnenvertreterInnen beauftragen den Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste die erforderlichen Schritte zu unternehmen, die Umstrukturierung bzw. Einbindung der derzeitigen MTD - Ausbildung in das tertiäre Bildungssystem über den Weg der Einrichtung von FH-Studiengängen in die Wege zu leiten."

2001

Organisation der Tagung "Die Zukunft der MTD - Ausbildung"

Stellungnahme des Dachverbandes zum EU-Vertragsverletzungsverfahren vom 6. August1999 (wegen der nicht EU-konformen Vorschreibung eines dreijährigen Berufsnachweises für die Zulassung zur freiberuflichen Berufsausübung) und der am 21. Juni 2000 ausgeweiteten Beschwerde (nicht EU-konformes Verbot der freiberuflichen Berufsausübung für dipl. MTA, dipl. OthoptistInnen und dipl. RTA), die dann am 21. Februar 2003 in ein Klagsverfahren gegen die Republik Österreich mündete, nachdem die eingebrachte österreichische Stellungnahme mit der von v.a. der Ärztekammer forcierten Ablehnung der Freiberuflichkeit keine sachliche Anerkennung in der EU fand.

Im Dezember 2001 Überreichung des MTD-Gesetzesentwurfes zur Errichtung eines MTD-Gremiums an das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen zur gemeinsamen Weiterentwicklung.

2000

Seit 2000 Präsentationen im Rahmen von Veranstaltungen, z.B.: Radiodoktor im Wiener Rathaus; IKAL, Fachtagungen, etc.

Zahlreiche Stellungnahmen des Dachverbandes zu Fragen der EU sowie zu Gesetzesentwürfen wie zum Beispiel Novellierung des Ärzte-, Heilmasseur,- und MTF - Gesetzes

1999

Seit 1999 Vorbereitung der Novellierung des MTD - Gesetzes zur Aktualisierung des Rechtshintergrundes aufgrund der medizinischen und berufsspezifischen Entwicklung

1998

Herausgabe einer zusammenfassenden Broschüre zum Thema "MTD und Recht" Seit 1998 Entwicklung eines Gesetzesentwurfes für die Einrichtung eines "MTD - Gremiums" als gesetzliche Interessensvertretung Seit 1998 Beginn der Aktivitäten in Zusammenhang mit dem "Vorarlberger Ausbildungsdarlehen" (ORF - Konflikte Sendung, Entwicklung von Lösungsansätzen mit Hilfe der Volksanwaltschaft Vorarlberg) Vertragsänderung der Ausbildungsverträge zugunsten der Studierenden

Meilensteine des Dachverbandes

1997

Organisation der Tagung "MTD und Recht" in Linz mit ca. 500 Teilnehmern

1992

Am 1. Juli 1992 erhielten die sieben Berufsgruppen mit dem neuen "MTD-Gesetz" ein eigenes Bundesgesetz (BGBl. Nr. 460/1992 - Stammfassung).

1984

Gründung des Dachverbandes: Am 14. Jänner 1984 erfolgte der Zusammenschluss der sieben Berufsverbände in der konstituierenden Sitzung des Dachverbandes der gehobenen medizinisch - technischen Dienste im Hörsaal der MTA-Schule im Allgemeinen Krankenhaus. Während die einzelnen Verbände berufsspezifische berufspolitische Interessensvertretungen darstellen, war und ist die Aufgabe des Dachverbandes die Koordination aller MTD-Mitgliedsverbände in jenen Angelegenheiten, die die gemeinsamen Anliegen der MTD-Berufe treffen. Dies betraf zunächst die notwendige Novellierung des die MTD-Berufe regelnden Gesetzes BGBl. 102/61.

1981

Gründung des Bundesverbandes der Diplomierten LogopädInnen

1975

Gründung des Bundesverbandes der Diplomierten OrthoptistInnen Österreichs

1972

Die Trennung der Berufsgruppen der Medizinisch-Technischen AssistentInnen und Radiologisch-Technischen AssistentInnen erfolgte aus Gründen der Mitgliedschaft in den jeweiligen internationalen Verbänden.

1969

In weiterer Folge gründeten auch die anderen gehobenen medizinisch-technischen Dienste eigene Berufsvertretungen. Darunter der Verband der Diplomierten ErgotherapeutInnen Österreichs.

1961

Es kam zur Teilung des Verbandes. Die DiätassistentInnen und die PhysiotherapeutInnen gründeten eigene Berufsverbände. MTA's und RTA's blieben vorerst in einem Verband.

1951

Die erste Berufsvertretung von Angehörigen medizinisch-technischer Dienste wurde am 21. Juni 1951 gegründet. Die offizielle Bezeichnung lautete: "Verband der diplomierten medizinisch-technischen, der Physiko- und der Diätassistenten Österreichs" In dieser ersten Fassung waren unter "medizinisch-technischen Assistenten" gemäß der Formulierung des Krankenpflegegesetzes auch die Röntgenassistenten zu verstehen. Der unmittelbare Anlass für die Gründung des Verbandes war die dringend anstehende Novellierung des Krankenpflegegesetzes von 1949. Nur der Zusammenschluss der Assistentinnen der Sparten Labor, Diät, Röntgen und Physikalische Medizin ermöglichte es am Krankenpflegegesetz BGBl. 102/61 mitzuarbeiten. Ursprünglich waren die medizinisch-technischen Dienste im Österreichischen Krankenpflegegesetz, gemeinsam mit dem Krankenpflegepersonal geregelt.

Neuer Dachverband, neue Aufgaben

1984 schlug die Geburtsstunde des Dachverbandes der sieben Berufsgruppen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, MTD-Austria. Während die einzelnen Berufsgruppen-Verbände nach wie vor berufsspezifische berufspolitische Interessensvertretungen darstellen, ist und bleibt die Aufgabe des Dachverbandes die Koordination aller MTD-Mitgliedsverbände aller gemeinsamen Anliegen. Die erste Aufgabe des neuen Dachverbandes stellte die Novellierung des MTD-Berufe-regelnden Gesetzes dar, das am 1.7.1992 als „MTD-Gesetz" (Bundesgesetz BGBl 460/1992 idgF.) verabschiedet wurde.

Seitdem konnte MTD-Austria im Sinne seiner Aufgaben und Zielsetzungen im Interesse der im Dachverband tätigen Berufsgruppen viel erreichen: das erfolgreiche Leistungsspektrum im Interesse aller MTD-Berufsangehörigen umfasst die Mitarbeit an Gesetzesvorlagen und –novellierungen, das Betreiben und die Umsetzung von berufsspezifischen Verbesserungen auf gesetzlicher (EU)-Ebene bis hin zur Organisation von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen.

2003 gelang es etwa per Parlamentsbeschluss, die Freiberuflichkeit aller gehobenen MTD ab 2004 zu verankern. Seit 2005 besteht die gesetzliche Möglichkeit der Ausbildung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste an Fachholschulen mit dem Abschluss „Bachelor of Science". Damit gelang es mithilfe von MTD-Austria, die internationale Vergleichbarkeit der Ausbildungen sicherzustellen. 2008 erfolgte die Herausgabe des ersten österreichischen MTD-Berichtes, der das derzeit wohl umfassendste Informationswerk zu allen sieben Berufsständen, deren Anliegen und Zielen „unter einem Dach" darstellt.

Bewegte Jahre

Zehn Jahre später (1961) kam es zur Teilung dieses Verbandes; die DiätassistentInnen (heute: DiaetologInnen) und die PhysiotherapeutInnen gingen in Sachen Berufsvertretung eigene Wege. MTA's und RTA's verblieben vorerst im gewohnten Verbund. In den Folgejahren gründeten auch die anderen gehobenen medizinisch-technischen Dienste eigene Berufsvertretungen. 1969 zogen die ErgotherapeutInnen nach, 1975 die OrthoptistInnen, 1981 die LogopädInnen. Bereits 1972 erfolgte die Trennung der Berufsgruppen der MTA's und der RTA's wegen deren Beitritt zu den jeweiligen internationalen Verbänden.

Von „Einzelkämpfern" zum Dachverband

Die erste Berufsvertretung von Angehörigen medizinisch-technischer Dienste wurde 1951 gegründet. Damals schlossen sich im „Verband der diplomierten medizinisch-technischen, der Physiko- und der DiätassistentInnen Österreichs" die entsprechenden Berufsgruppen wegen der dringend anstehenden Novellierung des Krankenpflegegesetzes von 1949 zusammen. Nur der Zusammenschluss der „Assistentinnen" der Sparten Labor, Diät, Röntgen und Physikalische Medizin ermöglichte die Mitarbeit am neuen Gesetz.